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Den Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V. (BGK) gibt es offiziell seit dem 19. Mai 1963. Seinen heutigen Namen trägt er erst seit 1999 und er ist das Ergebnis der Bemühung, einen griffigen, zeitge-mäßen Namen für eine umfassende Aufgabe und eine vielschichtige Organisationzu finden. Die Zukunft dieses Namens wird sich weisen, denn schon heute vertreten wir auch die Interessen von Eltern mit schwerhörigen Kindern, und von Eltern, die ihr Kind mit einem Cochlea Implantat (CI) versorgt haben.
Wichtig ist uns die Vermittlung unserer allgemeinen Erfahrung und im Speziellen der, dass in jedem Fall eine bilinguale Erziehung in Laut- und Gebärdensprache das A und O für eine weitgehend ungestörte soziale und kognitive Entwicklung hörgeschädigter Kinder ist.
Unser Vorstand besteht aus organisierten Eltern gehörloser Kinder, die in aller Regel dort, wo sie wohnen noch weiteres Engagement in Schulen, Fördervereinen oder regionalen bzw. europäischen Eltern-vereinigungen und innerhalb diverser Verbände zeigen. Seit der letzten Vorstandswahl im Jahr 2007 ist erstmals auch eine gehörlose Mutter zweier Kinder in der ersten Reihe vertreten. Worauf wir sehr stolz sind, da dies die Akzeptanz unseres Verbandes unter gehörlosen Eltern in beträchtlichem Ausmaß steigert.
Wir haben eine gewichtige Stimme im Bildungs-
und Erziehungssektor und diese Stimme wird immer lauter. Denn die Geschichte unseres Verbandes ist die Geschichte um eine möglichst gleichberechtigte Förderung, Erziehung und Bildung vor allem gehör-loser Kinder und Jugendlicher. Sie ist gleichzeitig die Geschichte der Problem-bewältigung der Eltern vor dem Hintergrund der Akzeptanz und Toleranz der Betroffenen durch die Gesellschaft, durch Fachleute und durch die Politik. Diese Geschichte wird auch unsere Zukunft sein.
Eltern helfen Eltern ist unser Motto und es bedeutet nicht mehr und nicht weniger als Hilfe zur Selbsthilfe. Wir beraten sowohl Mitglieder als auch Nichtmitglieder, alleine oder zusammen mit ihren Kindern.
Unsere Hilfe umfasst oft einen Zeitrahmen, der mit der ersten, mitunter schockierenden Diagnose beginnt und mit dem Selbständigwerden der Kinder endet. Unser Ziel sind letztlich aktive und aufgeklärte Eltern, denn sie sind die beste Hilfe für ihre Kinder.
Unsere Verbandsarbeit geht weit über die Beratung, unsere jähr-lichen Arbeitstagungen und die Informationsarbeit für unsere Mitglieder und die Öffentlichkeit hinaus. Auf regionaler Ebene sind wir, wo möglich, im Kontakt mit Frühförderstellen und Bildungseinrichtungen für hörgeschädigte Kinder, um die Situation in den jeweiligen Einrich-tungen kontinuierlich zu verbessern. National und international sind wir vernetzt mitunterschiedlichen Institutionen und Verbänden, die sich ebenfalls für hörgeschädigte Kinder einsetzen. Nur so können wir mehr und mehr erreichen. Grundsätzlich sind wir bestrebt, unsere Anliegen in der Politik zu platzieren und so ebenfalls Fortschritte zu erzielen.
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